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By Alois Wierlacher, Andrea Bogner

"Interkulturelle Germanistik" bezeichnet eine auslandsbezogene germanistische Kulturwissenschaft, die ihre Studierenden auf Berufe in der internationalen Zusammenarbeit vorbereitet. Das Handbuch wendet sich zudem an lehrende Kulturforscher und Kulturvermittler, an Hochschullehrer, Deutschlehrer und Kulturpolitiker aus aller Welt. In rund neunzig Beiträgen stellt dieses Handbuch konstitutive Aspekte interkultureller Germanistik, ihre Arbeitsfelder und Fachkomponenten sowie ihre nationalen Ausprägungen dar. Zudem präsentiert es die wichtigsten Rahmenbegriffe wie z.B. "Höflichkeit", "Distanz", "Toleranz" und "Tabu".

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Schon der Wortkörper beider Ausdrücke setzt sowohl westlicheuropäische Denktraditionen als auch eine spezifisch westliche Wissenschaftssprache voraus; es ist noch durchaus offen, welche Anschlussfähigkeit die Begriffe in nichteuropäischen Wissenschaftskulturen gewinnen können und tatsächlich gewinnen. Die Theoriearbeit interkultureller Germanistik löst die gestellte Aufgabe, indem sie beide Ausdrücke in mehrdimensionalen Bedeutungen verwendet, deren Verhältnis zueinander konzentrisch oder als Schichten oder Bedeutungskontinuum gedacht werden kann (Wierlacher 1999).

Anette C. Hammerschmidt legt Anregungen zur prüfenden Fortschreibung solcher Ansätze aus dem Bereich der Fremdsprachendidaktik vor (Hammerschmidt 1997). Im Sinne interkultureller Germanistik und der Religionswissenschaft hat inzwischen auch Werner Kogge die philosophische Hermeneutik im Blick auf ihre Fremdheitsbegriffe beanstandet (Kogge 2001). Insgesamt hat die Fremdheits-Diskussion, akzentuiert auf den Konnex der Alteritätsdebatte (Turk 1993) und die gleichzeitige Frage nach den Bedingungen der Möglichkeit einer interkulturellen Hermeneutik, seit den 1990er Jahren einen Diskussionsstand erreicht, dessen Konsens mit Sundermeier etwa so beschrieben werden kann: »Die Hermeneutik einer interkulturellen Begegnung (ist) nicht auf Harmonie aus.

Demgemäß lautet die allgemeine und bis heute gültige Gegenstands- und Aufgabenbestimmung interkultureller Germanistik: »Wissenschaftliche Deutschstudien gibt es heutzutage in aller Welt, aber alle Welt sieht mit je anderen Augen auf Deutsches und die deutschsprachigen Länder. Da die Blickwinkel verschieden sind, sieht man auch sehr Verschiedenes. Diese globale Vielfalt kultureller Eigenheiten in Perspektivik und Gegenstandskonstitution der wissenschaftlichen Arbeit zu erkennen, anzuerkennen und im interkulturellen Forschungsgespräch produktiv zu Wort kommen zu lassen, ist das Leitziel interkultureller Germanistik« (Wierlacher 1994, 38).

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